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so hallo.

ich bin hier in lima. mir gehts echt sehr gut. ganz viel neues um mich rum und noch nicht so viel moeglichkeit einen geordneten ablauf in meine tage zu kriegen. deswegen schreib ich jetzt zum ersten mal hier was.

ich fuehl mich hier wirklich sehr wohl. am liebste wuerd ich euch diese tolle stadt und alles was mich hier fasziniert zeigen und nicht nur drueber reden...

unser erstes erlebnis war ein nicht so nettes. wir wurden auf dem weg vom flughafen "nach hause" im taxi an einer ampel stehend ziemlich erschreckt von dem ersten peruaner, der sich uns bemerkbar gemacht hat. er hat die heckscheibe eingeschlagen und angelikas rucksack geklaut. puh. ja etwas bescheiden. war alles wichtige drin. so konnten wir inzwischen schon mal das deutsche konsulat hier aufsuchen...

sonst waren die ersten tage total nett. ich hab in einer australischen familie gelebt. das war so gut. seit 6 tagen wohn ich in einer echten peruanischen familie. und das ist auch ziemlich lustig. ich hab mein eigenes zimmer plus bad. und da lebts sich wirklich gut. wir werden an essen verwoehnt und alle sind sehr herzlich zu uns. 5 toechter und fast 2 schwiegersoehne gibts in dem haus, nicht alle wohnen dort. das highlight der naechsten tage wird die hochzeit der aeltesten tochter sein. am donnerstag und freitag. fuer diesen anlass haben wir gestern schon unsre erste shoppingtour in miraflores, einem echt edlen stadtteil limas, hinter uns gebracht. ich hab 2 paar schuhe gekauft und noch anderes. aber sowas kauf ich sonst nicht. wir wurden eingekleidet fuer die hochzeit...na ja um das drehts sich grad in der familie.

heute war der erste tag in la campina. das ist eins der 2. pueblo jovenes, in denen ich mitarbeite. heute warens viele kleine suesse und dreckige kinder, mit denen ich gespielt, gegessen und gesungen hab. es war toll. ist erstaunlich, was wir alles haben und die menschen dort nicht. es ist ein sehr beeindruckender und eindruecklicher anblick. wenn man davor steht nochmal anders als auf bildern. es hat sich aber bei mir noch nicht so gesetzt.

noch mehr? ich hab schon einen offenbacher gesehen! komisch, was?! der ist mir auch im konsulat in offenbach begegnet, als er sein visum abgeholt hat. ich glaub, ich war mir ihm in der tanzschule...(oder jussie!? genau, der blonde...) konnte leider nicht mit ihm reden. er sass in nem andern bus.

verkehr ist hier auch noch so ne sache. wahnsinnig laut, viele autos. sie lieben ihre hupen, es gibt auch echt viele verschiedene. aber alle ziemlich nervig. regeln gibts nicht viele. ampeln haben auch keine wirkliche authoritaet...aber in den bussen laeuft immer gute musik. busfahrplaene gibts nicht, die fahren, wann sie wollen und halten, wo du sie anhaeltst.

soweit erstmal?! meine zeit laeuft grad ab. bin in nem internetcafe. ich melde mich wieder. verzeiht mir, dass ich noch nicht alle mails beantwortet hab. ich brauch da erst noch nen rythmus...

liebste gruesse und muchos besos aus lima.

von katti

20.9.06 02:12


Hallo, ich melde mich wieder. Schoen, dass ihr so geduldig seid mit mirJ. Mir geht’s immer noch sehr gut. Und ich geniesse es, hier zu sein. Hm, Neuigkeiten…die Hochzeit, auf die ich so gespannt war, hab ich jetzt schon erlebt. Letzten Donnerstag (21.9.) war die standesamtliche Trauung. Viele Leute waren nicht dabei. Wir aber. Ging ganz schnell und sie waren verheiratet. Danach gabs Fotosessions. Mit allen und jedem in jeder Kombination. Freitags war dann die Kirche dran. Also das Gemeindehaus hier. Fing erst abends an. Um 8 der Gottesdienst und anschliessend ne kleine Feier in der Gemeinde, mit ner Menge Leute. Und dann ausgiebig mit Festessen(um 2 Uhr nachts) im Haus der Familie. Mit Band und ueber hundert Leuten in nem Wohnzimmer und anhaengendem Garten, von den Relationen der Raeumlichkeiten wie bei mir daheim. Also echt nicht gross. War nett eng und gemuetlich. Ganz praktisch fuer den peruanischen Winter im Abendkleid. Im Ganzen heiraten die hier ziemlich aehnlich wie die Deutschen. War ein bisschen enttaeuscht, dass das Feiern nicht ne Woche ging. Und es gab auch kein Meerschweinchen. L

Den Samstag danach haben wir hauptsaechlich geschlafen. Ich tu das hier ziemlich viel. Zu viel, glaub ich. Verschlafen hab ich auch schon. Oh man. Etwas peinlich. Na ja.

So langsam fangen wir richtig an auch in die Arbeit einzusteigen. Allerdings tun wir das erst mal nur 3 Tage in der Woche.

La Campina, das eine Projekt, ist dienstags dran. Mit Muettern und ihren 0-6 jährigen Kindern hauptsächlich. Auch Schulkinder schauen mal kurz vorbei und essen und spielen mit. Zwischen 100 und 200 Leuten denk ich sind das. Oh man, die Kiddies sind echt suess. Alle sehr winzig. (Aber das sind alle hier. Ich bin auch kein Riese, aber stoss mir hier leicht mal den Kopf und werde gebeten mich hinzusetzen, wenn ich mich unterhalte&hellip Jean erzaehlt den Muettern was ueber Jesus, Erziehung, Hygiene… und wir beschäftigen die Kids. Nachmittags kommen dann die Adolescentes. Das sind so um die 10 Teens.

In Huaycan sind wir mittwochs und samstags. Hausaufgabenhilfe am Mittwoch und Adolescentesgroup am Samstag. Bisher war ich nur samstags da. Noch bringen die mir die Sprache bei, mit dem Schulkram kann ich da sicher eh noch nicht helfen. Samstags kommen 50-60 oder mehr Teens. Die sind ziemlich cool. Wirken aber eher wie Jungscharler.

Dienstag und Mittwoch waren wir in diesen beiden Projekten und es war echt richtig nett. Die Kinder sind schnell anhaenglich und wollen einen nicht gehen lassen. Hat mir Spass gemacht. Mit Bill sind wir in beiden Doefern mal ein bisschen nach oben gelaufen, beide liegen nah an Bergen und die Leute bauen ihre Haeuser so hoch sie koennen. Ich war schon fast platt von einmal hochlaufen. (TrainingsmangelJ) Ist sicher anstrengend jeden Tag. Aber der Anblick dieser Doefer von dort oben ist schon nochmal ganz schoen anders als auf Bildern. Ist beeindruckend und erschreckend. Wir haben auch eine Familie besucht, die Bill und Jean regelmaessig finanziell unterstuetzen. Der Mann hat Pakinson und andere Krankheiten. Es war ganz schoen schrecklich ihn da liegen zu sehen. Es hat mich so beeindruckt, dass er und seine Frau an Gott festhalten.
In den Doerfern gibts unzaehlige Hunde. Die sind wirklich nicht schoen. Und langsam entwickel ich eine Abneigung gegen diese Tiere. ...

 

Andere 2 Tage gehen fuer Sprachstudium drauf. Ich hab ne nette Lehrerin. Jessica, eine Professorin einer Bibelschule hier ganz um die Ecke. Die spielen wohl jeden Donnerstag Fussball dort. Das ist mein freier Tag. Wenn ich also Sehnsucht hab, schau ich da vorbei. Hab schon Bekanntschaft mit Bibelschuelern dort gemacht.

Und man, na ja oder weisse/ blonde Frauen sind nicht mal in Gemeinden vor netten Einladungen zum Essen sicher. Puh… Peruaner sind da schon echt komisch.

Hab mir eine Sim-Karte fuer mein Handy gekauft, damit ich fuer die andern Missionare erreichbar bin. Jeder hat hier zwar ABs, aber die werden auch nicht wirklich ernst genommen.

Haben unsern „Schwestern“ und ihren Freunden Ligretto beigebracht. Sie schummeln gerne und können Ligretto nicht aussprechen. Aber es ist lustig mit ihnen. Sie nehmen uns ab und zu mit. Mittwoch haben wir in einen Geburtstag „reingefeiert“. das Feiern hat um 10 vor 12 aufgehoert und wir sind gegangen...seltsam.

 Ok. Soweit erstmal. Lassts euch gut gehen. Ich lass von mir hoeren...

30.9.06 20:05





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